Pressemitteilungen
27.11.2014, 17:31 Uhr
MdB Huber: „Georgien wird neuer Stabilitätsanker der deutschen Energieversorgung“
Der europäische Energiemarkt befindet sich im Wandel. Mit dem Entstehen des Souhtern Gas Corridor (SGC) ist eine wichtige Route für die Versorgungssicherheit u.a. auch Deutschlands geschaffen. Die Ölfelder im Kaspischen Meer und Aserbaidschan als Transitland und "verlässlicher Partner", so MdB Huber, spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle. 
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Charles M. Huber ist davon überzeugt, dass die Gasvorkommen im Kaspischen Meer für die deutsche Energieversorgung an Bedeutung gewinnen werden.
Der Anteil von Erdgas im Primärenergieverbrauch liegt in der Bundesrepublik bei über 22 Prozent. Auch in den nächsten Jahrzehnten wird Erdgas einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland leisten. Hiervon werden rund 88 Prozent importiert. Erdgas ist im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern klimafreundlicher, da der Einsatz mit geringeren CO2-Emissionen einhergeht.

Aufgrund der hohen Importabhängigkeit ist die sichere Gasversorgungssicherheit für Deutschland von zentraler Bedeutung. Mit dem „Southern Gas Corridor“ (SGC), welcher die Südkaukasus-Pipeline (SCPX) um die Transanatolische Pipeline (TANAP) und die Transadriatischen Pipeline (TAP) erweitert und damit Erdgas über die Länderachse Aserbaidschan, Georgien, Türkei, Griechenland und Albanien nach Italien transportiert, wird auch der deutsche Energiemarkt zukünftig weiter entspannt. Italien fungiert dabei als Verteilerstaat für die im europäischen Gasnetzwerk angeschlossenen Länder. 
 
MdB Charles M. Huber: „Die Erschließung der Gasfelder aus dem Kaspischen Meer wird den Energiemarkt in Europa weiter diversifizieren und die Abhängigkeit zu einzelnen Förderländern reduzieren. Dies geschieht zum Nutzen der deutschen Verbraucher.“
 
Dass die Pipelineroute nach dem Ursprungsland Aserbaidschan über Georgien verläuft, wundert den Politiker keineswegs: „Georgien hat seit seiner Unabhängigkeit einen erfolgreichen politischen Wandel zu einem verlässlichen Partner auf der internationalen Bühne vollzogen.“ 
 
Das auf 45 Milliarden Dollar veranschlagte Gemeinschaftsprojekt „Southern Gas Corridor“ soll in 2019 fertig gestellt sein. Die Pipeline hat eine Gesamtlänge von rund 3.500 km. Von den Gasimporten entfielen nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Jahr 2012 38,2 Prozent auf Russland, 34,8 Prozent auf Norwegen, 22,4 Prozent auf die Niederlande und 4,6 Prozent auf weitere Länder. 
 
Ab 2019 wird die Gasversorgung aus Aserbaidschan sukzessive steigen und langfristig voraussichtlich etwa 20 Prozent des europäischen Bedarfs abdecken. Trotzdem bleibt weiterhin auch die Erschließung der Gasfelder im Mittelmeerraum wichtig. „Eine Einigung zwischen Griechenland und der Türkei im Zypern-Konflikt ist dafür unabdingbar, eine Mediation der EU wünschenswert.“ so Huber. Auch dürfe der Iran langfristig nicht vergessen werden, denn „wenn Iran Gas in die EU exportieren sollte, werden die Karten auf dem Energiemarkt neu gemischt werden.“