Pressemitteilungen
18.12.2014, 17:24 Uhr
Abgeordneter Huber: „Aufhebung des US-Boykotts gegen Kuba keine Überraschung“
 Mit der Ankündigung, eine Botschaft auf Kuba zu eröffnen, leiten die USA eine historische Wende in ihrer Außenpolitik ein. Für viele ein überraschender Schritt – für den Bundestagsabgeordneten Charles M. Huber ein Verhalten, das abzusehen war und das er so bereits vorhergesagt hatte. 
MdB Huber ist vom Schritt der USA nicht überrascht: Die Annäherung an Kuba war abzusehen.“
„Die USA konnten den Boykott gegen Kuba nicht aufrechterhalten. Das hängt einerseits mit innenpolitischen Zugzwängen zusammen, andererseits mit den außenpolitischen Entwicklungen der letzten Jahre.“, so Huber.
 
Bereits zweimal sprach der CDU-Politiker im vergangenen Jahr mit dem Botschafter der Republik Kuba, S.E. Herr Rene Juan Mujica Cantelar – zuletzt vor wenigen Wochen, kurz nach den Halbzeitwahlen in den USA Anfang November. Hier hatten die Demokraten unter US-Präsident Barack Obama eine satte Niederlage hinnehmen müssen. Für Huber war klar: „Jetzt muss die Wählerschaft der Demokraten bedient werden, unter ihnen viele Latinos. Dass Kubas Rolle als deklarierter Systemfeind eigentlich längst - schon seit Zusammenbruch der Sowjetunion - überholt ist, kommt dem entgegen.“
 
Kuba unterhält enge Beziehungen zu den BRICS-Staaten, insbesondere zu China, welches sich auch verstärkt in Süd- und Mittelamerika engagiert. Diese Länder befinden sich jedoch auch in einer privilegierten Partnerschaft mit den USA. Der Unions-Politiker mit außen- und entwicklungspolitischem Schwerpunkt ist überzeugt, dass es nicht im Interesse der Vereinigten Staaten sein kann, dass das Reich der Mitte nun die ehemalige Sowjetunion als außenpolitischen Mitbewerber ersetzt. China wird im Rahmen einer zunehmenden Vernetzungsstrategie der BRICS-Staaten, wie etwa der geplanten Entwicklungsbank, weiter an Präsenz gewinnen.
 
Konsequent erscheint Huber nun auch Kubas Teilnahme am Amerika-Gipfel, der im April 2015 in Panama City stattfinden wird. Bis zuletzt hatten die USA dies verhindern wollen, was eine Boykottdrohung zahlreicher mittel- und südamerikanischer Staaten mit sich brachte. Kuba gewinnt an Attraktivität: Im November 2013 eröffnete die Sonderwirtschaftszone im Industriehafen „Mariel“ westlich der Hauptstadt Havanna, im Juni trat ein neues Gesetz über ausländische Investitionen in Kraft. Das Portfolio des Karibikstaates umfasst 246 Projekte mit einer Investitionssumme von insgesamt 8,7 Mrd. US-Dollar. „Im karibisch-mittelamerikanischen Raum liegt ein erhebliches wirtschaftliches Potenzial. Wir sollten das endlich stärker in den Fokus unserer Aufmerksamkeit rücken.“