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01.09.2015, 14:52 Uhr | Deutschlandradio Kultur
Scharfe Kritik nach Herrmanns "Neger"-Eklat
Charles M. Huber im Gespräch mit Anke Schaefer und Christopher Ricke
Die "Neger"-Äußerung von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in der ARD-Sendung "Hart aber fair" hat für viel Empörung gesorgt. Auch der CDU-Politiker Charles M. Huber stört sich an der Äußerung. Der Sänger Roberto Blanco sei ein "wunderbarer Neger" gewesen, entfuhr es Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in der ARD-Talksendung "Hart aber fair" zum Thema Flüchtlinge. Diesen abwertenden Begriff hätte es aus dem Mund eines Politikers nicht geben dürfen, kritisieren viele. Auch der Abgeordnete Charles M. Huber (CDU) stört sich an der Äußerung.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Charles M. Huber (Foto: picture alliance / dpa / Bernd Von Jutrczenka)
Berlin -
Es gebe nicht nur Roberto Blanco, sondern auch Amtsträger, Botschafter oder den Präsidenten der Vereinigten Staaten in dunkler Hautfarbe, sagte Huber im Deutschlandradio Kultur. Hinzu komme, dass der Begriff 'Neger' unter juristischen Gesichtspunkten als Beleidigung einzuordnen sei und in der Regel auch verfolgt werde. Huber: "Daran hat sich ein Innenminister erst mal zu halten."
 
In seiner "faktenorientieren Auseinandersetzung" mit dem Thema Flüchtlinge pflichte er dem bayerischen Innenminister "zum Teil" bei, so der Abgeordnete. Das rechtfertigt Huber zufolge aber nicht dessen Wortwahl: "Selbst wenn es unter dem Gesichtspunkt der Fahrlässigkeit geschehen ist, darf er als Innenminister nicht als Exempel dafür fungieren, damit dieser Begriff wieder salonfähig wird."
 
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