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04.05.2015, 09:20 Uhr | ECHO online
„So funktioniert Demokratie“
Bildung – Eine Wanderausstellung informiert in Ober-Ramstadt über die Aufgaben des Deutschen Bundestages
Eine Wanderausstellung des Deutschen Bundestages macht in der Ober-Ramstädter Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule Station. Auf 21 Tafeln und an zwei Computerterminals informiert die Schau über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments und seiner Abgeordneten.
Ausstellungseröffnung mit Bundestagsabgeordnetem: Am Montag war Charles M. Huber (CDU, Zweiter von links) zu Gast in Ober-Ramstadt, als in der Lichtenbergschule eine Wanderausstellung über den Bundestag eröffnet wurde. Unser Bild zeigt ihn im Gespräch mit
Ober-Ramstadt -
„Wenn Sie nicht wissen, was Ihre Bürgerrechte sind, können Sie die auch nicht wahrnehmen“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Charles M. Huber vor Oberstufenschülern bei der Eröffnung der Schau über Aufgaben und Arbeit des Bundestages und seiner Abgeordneten. Denn zur Aufrechterhaltung der Demokratie brauche man Wissen.
 
Dieses vermittelt die Wanderausstellung, die in dieser Woche auf Hubers Initiative hin in Ober-Ramstadts Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule zu Gast ist. Der Abgeordnete erzählte, wie sein eigenes politisches Bewusstsein als Schüler in den siebziger Jahren geweckt wurde und er nun morgens um 6 Uhr aufstehe und gegen 22 Uhr nach Hause komme – „auch am Wochenende“.
 
Manche Themen sind echte Herausforderungen
 
Er berichtete, wie es in Ausschüssen „rundgeht und kontrovers diskutiert wird, bis man sich einigt“. Wenn die Entscheidung dann zum Koalitionspartner gehe, könne es von dort wieder Protest geben. Manche Themen seien echte Herausforderungen: „Aber so funktioniert Demokratie.“
Dass auch in seinem Wahlkreisbüro „immer was los ist“, werde Marvin Glock bestätigen, sagte Huber. Der Siebtklässler der Ober-Ramstädter Schule hatte dort ein Praktikum absolviert. Mit seiner Einführung wollte der Abgeordnete Appetit auf die Ausstellung machen: „Wenn Sie nur die Hälfte des hier Gezeigten behalten, wissen Sie mehr als die meisten Menschen, die sich oft wortreich über Politiker entsetzen.“
 
Einen wichtigen Baustein bei der Erziehung zur Demokratie nannte Schulleiter Dirk Pilgram die Schau. Sie eröffne einen „Ausflug in die professionelle Politik“, sagte Bürgermeister Werner Schuchmann (SPD) und nutzte die Gelegenheit, für die ehrenamtliche Politik vor Ort zu werben: „Das ist nicht kompliziert. Man muss nur mitmachen.“
 
Seit Anfang der neunziger Jahre können Bundestagsabgeordnete die Wanderausstellung in ihren Wahlkreis holen. Auf 21 Tafeln ist alles Wissenswerte zusammengestellt über die Geschichte des Bundestags, Aufgaben, Pflichten und Rechte der Abgeordneten, über Beschlussfähigkeit, Abstimmungen, Gesetzgebung und die Wahl des Kanzlers. Wer will, kann das gerade Gelernte beim Frage- und Antwortspiel an zwei Computerterminals überprüfen. Die sind schnell von den Schülern umlagert.
Hans-Henning Lassen, der Fachbereichsleiter für  Gesellschaftswissenschaften der Schule, spricht von einer „sehr wachen und interessierten Oberstufe“: „Viele Schüler fragen einem Löcher in den Bauch, das Unterrichten macht richtig Spaß.“
 
Die Ausstellung über die Aufgaben und die Arbeit des Bundestages und seiner Abgeordneten kann in Ober-Ramstadts Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule noch bis Freitag (8.) täglich bis 16 Uhr auch von der Öffentlichkeit besucht werden. Als Ansprechpartner sind zwei Honorarkräfte des Deutschen Bundestags, Klaus Deuker und Christian Schroth, anwesend.

Für benachbarte Schulen besteht die Möglichkeit einer Terminvereinbarung für Schüler ab der 7. Klasse per E-Mail an Hans-Henning Lassen: h.lassen@schulen.ladadi.de.

Den Artikel im Original finden Sie hier.