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26.09.2013, 10:51 Uhr | Rasmus Buchsteiner / PNP
Niederbayer & Schauspieler: Charles M. Huber zieht in den Bundestag ein
Um ihn drängen sich die Kamerateams. So sehr, dass andere Abgeordnete der Unionsfraktion schon neidisch werden: Charles M. Huber, umringt von Reportern. Der frühere TV-Kommissar ("Der Alte") auf dem Weg zu seiner ersten Fraktionssitzung im Reichtagsgebäude. Ein Parlaments-Neuling, der sich Aufmerksamkeit nicht erst erarbeiten muss: Der Schauspieler, gelernter Zahntechniker, aufgewachsen im Landkreis Dingolfing-Landau als unehelicher Sohn eines Diplomaten aus dem Senegal und einer Deutschen, sitzt jetzt für die hessische CDU im Deutschen Bundestag. Erst war nach langer Zitterpartie klar, dass es mit dem Einzug ins Parlament geklappt hatte. Seitdem steht bei Huber das Telefon nicht mehr still.
Der bekannte ehemalige TV-Kommissar Charles M. Huber trat für die CDU in Darmstadt für die Bundestagswahl an – und hat den Sprung nach Berlin geschafft.  − Foto: dpa
Berlin/Dingolfing-Landau -
New York Times, Guardian, ARD, ZDF & Co. – alle hätten sich schon bei ihm gemeldet. Das Interesse sei riesig, erzählt der 57-Jährige, atmet durch und nippt im "Café Einstein", dem Wohnzimmer des Berliner Polit-Betriebs, an seinem Pfefferminztee. "Der erste schwarze Bundestagsabgeordnete", titelte der "Daily Telegraph" am Donnerstag. Dass er nun im Parlament sitze, sei auch ein Zeichen für die Toleranz in Deutschland, sagt Huber. Und dass er der erste Schwarze im deutschen Fernsehen gewesen sei, der keinen Drogendealer oder Zuhälter spielen musste, sondern eine reguläre Rolle bekam. Vom Serien-Star zum Bundestagsabgeordneten − tatsächlich ein weiter Weg für Huber.
 
Im Parlament sorgt der Quereinsteiger mit der Krimi-Vergangenheit für einen Hauch von Glamour. Am Nachbartisch im "Café Einstein" sitzt Alt-Rocker Leslie Mandoki, der früher mit der Gruppe "Dschinghis Khan" Erfolge feierte. Ein kurzer Plausch. Man kennt sich, man grüßt sich – beide sind große Fans der Kanzlerin. Haben es Schauspieler leichter in der Politik? Huber schüttelt den Kopf. Eloquenz und Bühnenerfahrung würden keinesfalls ausreichen. Er fühle sich auch "nicht wie ein deutscher Schwarzenegger". Mit der Popularität des "Terminators" habe es dieser immerhin zum US-Gouverneur gebracht. Entscheidend sei aber in der Politik nicht der Bekanntheitsgrad.
 
"Ein Schauspieler, der keinen Bezug zum Thema hat, über das er spricht, wird auf der politischen Bühne versagen", räsoniert Huber. Und doch hat ihm seine Fernseh-Bekanntheit geholfen – auch international. In 126 Ländern wurde die Krimi-Serie "Der Alte" ausgestrahlt. "Im Ausland kam man oft auf mich zu und sah mich als Repräsentanten Deutschlands", so Huber. So hat er ein Netzwerk aufgebaut, auch in die Berliner Politik hinein.